Mittwoch, 18. März 2015

Bewusstsein

Bewusstsein: die Welt eignet sich des Menschen Körperöffnungen an. Die Körperhöhlen sind erfüllt von fremden Dingen. Aus ihnen tritt die Sprache aus als erste Äußerung im Notschrey. Der tierische Leib geht verloren. Hier endet die Fortsetzung des Tiers im Menschen mit der Abtreibung. Was gebiert den Mensch N nun noch: Sprache, Zeichen aus Not und Verzweiflung. Hunger und Not, Mangel tritt verkehrt in ihn ein und wird neben ihm Leib als Stein. Mit dem Stein schlägt er seinem Mitmenschen den Schädel ein: eine Mitteilung ist das des Bewusstseins.

Bewusstsein tritt dem Menschen unten ein in den Leib und oben aus ihm aus als Zeichen sprachlicher Gewalt.

Mit den Zeichen im Stein wird den Dingen das Bewusstsein vergeblich zurückgegeben. Es gibt kein Bewusstsein ohne beschnittenes KörperSein. Es ist die äußere Not selbst, der Mangel an Nahrung, der in einer Veränderung, dem Nutzen der Dinge, als Selbstbewusstsein erscheint.

Die Not der Dinge erfasst den Menschen als Bewusstsein und teilt sich ihm mit als Zeichen oder Selbstbewusstsein. Sie zwingt den Menschen zum Verzicht auf Vermehrung. Der Verzicht ist auf die Geschlechter unterschiedlich verteilt. Das eine Geschlecht wird zum Speicher, das andere Sammler. Zusammen sind sie der Erde Geschöpf: Schöpfer und Geschöpftes. Zugleich. Schwangerschaft und simples körperliches Wachstum sind ein Versagen vor der Not.

Das ist noch nicht Arbeit. Es ist eben erst das Tier im Menschen überwunden. Der Mensch hat einen ihm fremden Leib.

Was wir den Körper nennen ist eine Gesamtheit, die alles was uns äußerlich ist in Waren und Zeichen, in uns herein nehmen möchte. Das ist nicht wirklich möglich. Der Körper mit Bewusstsein und Selbstbewusstsein ist eine Einbildung, eine Krankheit des Leibs. Der Körper ist halb entstelltes Bild des menschlichen Leibs und halb verdreht auch er selber. Dieser Körper ist verdichtet ein Mensch, der funktioniert wie ein Tier zum Schein. Der Mensch kehrt als Schatten ins TierReich zurück. Die Metamorphosen der griechischen Mythologie sind die vollkommene Vorform unseres wissenschaftlichen Körperbildes. Mythologie ist hier tatsächlich leibliche Wahrheit, während wir sie irrtümlich zu besitzen meinen. Der Besitz von Wissen verstellt ihm den Zugang zum Leib und macht es grundlos und sinnbedürftig.

Das Unbewusste ist eine Entschuldigung für die Lügen, die wir leben. Es ist eine Ausrede für die schreckliche Gewalt gegen den uns fremd gewordenen Leib. Wir opfern den eigenen der Arbeit und vergewaltigen den fremden mit ihr. Unbewusst: ist die Verschiebung der Armut und Not weit weg ins Unsichtbare. Die Lüge ist nicht mit dem Bewusstsein verbunden, unterbewusst, sondern fern von ihm, daneben. Die PsychoAnalyse ist ein unsinniges Einen, verewigt die Lüge, den tierischen Leib in der WarenWelt. Die Analyse erzeugt erst das menschliche Schattendasein, nennt das 'Ich-Stärkung'. Der Mythos ist in ihr zum oberflächlichsten Schauspiel verkommen. Sie ist der letzten Menschen Wille zur absoluten Dummheit.

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