Donnerstag, 12. März 2015

Wissen und Meinen

Es gibt keinen Unterschied zwischen dem öffentlichen Meinen und der Wissenschaft. Beide sind hirnlos, bilden gemeinsam ein hierarchisches System, ein Dreieck im Geist. Das Meinen sitzt an der Basis und ist warenbezogen. Die Wissenschaft erhebt sich über eine ihr abstrakte Sachlichkeit, sie ist auf SelbstWert aus und sucht Sinn im Vermögen oder Geldwert über den geschönten Dingen. Die Mathematik, ein höchst unsinnlicher Sinn, behauptet schließlich ständig eine Beschreibung der absoluten Schönheit der Welt zu sein. Konsum ersetzt Hirn. Schönheit wuchert als Sinn über Reichtum und Macht. Krebsgeschwüre halten ihnen den verdrängten Leib und die verleugnete Seele zusammen.

Seele ist Hirn und wird über Neuronen und Nerven mit dem Leib, den Sinnen und Organen, verbunden.

Das, was wir Geist nennen, ist eine Verfallserscheinung der vollkommenen OrganOrdnung des menschlichen Leibs. Als erste große Krankheit des Leibs kam die Herrschaft des Mannes (Mann war immer bevorzugtes Subjekt der Zeichen). Die letzte große Krankheit ist die einer abstrakt körperlichen Geschlechtslosigkeit. Die erste verwüstet Erde und Weib, die zweite die Menschheit. ‚Menschheit‘ ist nichts als das in Maschinen Funktionen Waren Werten und Wert an sich aufgelöste Körperbild, das uns vom zerrissenen Leib bleibt. Der KörperRest hat eine weibliche Warenoberfläche, bewegt vom Konsum, und einen männlichen Kern, die Arbeitskraft, die die Waren als scheinbar völlig unbestimmte Werte schafft. Der regelmäßige Zusammenbruch des Systems deutet leibliche Zusammenhänge noch an: es scheint die kranke Wirtschaft in Zeitabständen sich zu wandeln, die das System dem Leib äußerlich verwandt erscheinen lassen.

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