Sonntag, 1. März 2015

Das menschliche Bewusstsein

Das Untertauchen des Hirns im eigenen Leib, die Bewegung der Intuition, stößt am Ende doch auf nichts als tiefe Angst und wird von da her zum urmenschlichen Wesen und in die Verzweiflung hinaus geschleudert. Wollust und Schmerz als Grund der Angst sind dem Hirn nicht wirklich fassbar. Die Verzweiflung ist flüchtig, vergeht im Gedächtnis und wird rasch dem Hirn wieder genommen und zu äußeren Zeichen der Trauer und Sachlichkeit. Das ist die Voraussetzung menschlicher Erkenntnis, Wahrnehmung von Regelhaftigkeit und unseres nüchternen Blicks in die Welt, den manche ihr Bewusstsein nennen. Bewusstsein aber gehört nicht dem Leib, es ist äußerer Besitz. Es ist unsere ganze fremde Sachlichkeit und also ein Ding, das zwischen Waren vermittelt und mit einem Selbst dazu tiefer noch als 'Wert' in ihnen steckt. Der Wert - Sach- oder GeldWert im Grunde - heilt das verletzte menschliche Wesen durch Un- und Ohnmenschlichkeit.

Bislang hat der Mensch mit dem Blick in die Welt hinein nichts anderes als sich selbst erkannt.

Übrigens: In unserer grandiosen Einbildung nennen wir die Vermehrung der Menschen Hoffnung im Sinne von froher Erwartung. In der archaischen Wirklichkeit ist die Fortpflanzung das Übel der Übel. Sie ist die reine Verzweiflung. Die männliche Intuition fällt in die weibliche Angst hinein. Die 'gute Hoffnung' durfte im goldenen Zeitalter der Menschheit tief und schwer in Pandoras Kiste einfach liegen bleiben.

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