Freitag, 6. März 2015

Gold

Gold ist ein Scheinwert, den in der Krise das Kapital aus sich hervortreibt. Die Zinsen gehen gegen Null und die GeldMenge geht über in einen die Erde umspannenden ScheinLeib. Dieser Hohlkörper des einen Reichs, aller Reichen Größenwahn und seltsame Körperlichkeit, gebiert in den sich nun überall verdichtenden Massen gebunkerten Goldes seine göttliche Kindheit.

Bald jäh doch versinkt das Gold in der Erde, verwandelt in das, was Leben und Leib am Ende ausmacht und aus Fäulnis und Schlamm erhebt sich neu der Mensch als vielgezähltes Ereignis.

Also wird der ‚Wert‘ des Goldes gleich Null sein in dem Sinne, dass keiner es mehr messen, wiegen und bewerten wird. Gehoben, gewogen, geteilt - und vergeben muss es sein gegen Wollust und verschwunden in Bewusstlosigkeit.

Der liebste Schatz wird plötzlich zum größte Ekel. Aus der Symmetrie des Geistes mit der kleinen körperlichen Differenz im Geschlecht wird ein neuer Abstand gewaltig leiblich verschoben.

Überweltig wird ein Teil der neuen Leiber sein und ein anderer Teil gar absonderlich und winzig klein.

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