Montag, 4. Mai 2015

Liebe und Leib

Man muss unabhängig von jedem WertSystem nur eigener Leib sein. In unvollständiger Leibeigentlichkeit kann man sich zeitweise unauffällig einem anderen vollkommenen Leib anschließen. Das ist physisches Begehren. Begehren ist nicht Begierde. Die Begierde ist in der Erfüllung das, was auseinander reißt.

Liebe sucht im Reich der Zeichen nach einem Grund für das leibliche Leid und treibt die Produktion von Waren an. Sie ist ein Sprung in WarenHerstellungsVorgänge.

Die hohe Liebe ist nur eine Lüge, die findet am Ort und nah am Objekt des Wünschens statt. Dort ist auch der Körper überformt vom Wert, GeldWert, der sozialen Position, dem Ansehen, Besitz und der Macht. Der Körper ist der Ware unterstellt und zerstückelt oder zerlegt noch ihr gleich. Die hohe reine Liebe - und hier schließt sich der Kreis und berührt sie sich mit dem Ende und nichtigen Ausgang der leiblichen - ist nur rein äußerlich und in der Zerstückelung und Auflösung des Leibs in Waren die Deckung des zerrissenen Leibs, der unsinnigen Wollust, auf die sie zuläuft. Sie stößt sich am fertigen ganz überflüssigen Produkt.

Das leibliche Begehren ist in der Bewegung frei und erfüllt in dauerndem Zusammensein. Wo die Körper sich wollüstig voneinander lösen, beginnt nur das Reich der leiblichen Arbeit. Für die Notwendigkeit der Arbeit braucht es keinen ehelichen VertragsVerschluss.

Wissenschaft, Religion, Sinnsuche und unsinniger Glaube, fordern geistige Arbeit, sind eine Teufelei, in der die Arbeit nur mehr Wertmesser ist. Geist ist die in die Fremde verschobene leibliche Arbeit und 'unbewusst' die Verleugnung der Zusammenhänge. Freiheit und Gerechtigkeit oder Ausbeutung und Sklaverei sind bürgerliches BegriffsSpiel. Beide Begriffspaare sind verdichtet und übersetzt gerichtet: Abtreibung und Notwendigkeit. Abtreibung ist notwendig und Gott und Geist völlig überflüssig.

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