Die rechte Liebe
ist die der geduldigen Erwartung der Wollust. Die archaische Begierde ist daher niemals verbunden mit unmöglichen Bedingungen, mit einer Behinderung, die Gewalt verlangt.
Die hohe Liebe
hingegen will den Verzicht. Die Wollust hat Gewalt erfahren, die sie nicht mehr abschütteln kann. Die reine Liebe braucht dann die Gewalt, um wieder zur Wollust vorzudringen. Die hohe Liebe ist eine verkehrte Begierde, durch die der Körper sich über die Vernichtung des anderen will. Jetzt werden dem entfremdeten Körper die Grundlagen der Begierde bewusst. Darum auch ist das Bewusstsein grundsätzlich falsch, der Mensch in ihm sich entfremdet. Die hohe Liebe nennt sich die wahre, weil sie nicht wirklich ist. Zur hohen Liebe gehört der Wille als Äußerer und das Bewusstsein bringt sie in entstellter Gier zurück zu mir.
Die echte Liebe
kennt weder diesen ewig nur äußeren Willen noch das immer kranke Bewusstsein.
Die hohe Liebe
hat ein Loch, ist immer fern von mir und sucht in noch weiterer Ferne ihren Sinn und Grund.
Die wahre Liebe
hat ihr Genügen und Ver-Genügen am Leib und sucht nur dessen Sinnlichkeit.
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