Mittwoch, 6. Mai 2015

Niedergeschlagenheit

Depressionen rühren da her, wo der Mensch sich gegen seinen Leib auf der Ebene der Dinge/Waren deren Ungenügen oder Wertgegensatz widersetzt. Er spürt seinen Leib und will ihn nicht, ihn nicht im Denken haben und im Begriff, will aber auch nicht die Ordnung der Dinge, will ihre Unterschiede nicht halten, die geldwert sind. Vom Leid her kommt die Arbeit, die allen Wert schafft. Doch der Leib ist nicht meiner in der Welt der allgemeinen ArbeitsSklaverei. Man will seinen Leib nicht, weil man ihn in der Arbeit nie hat. Der Begriff und die ihm gelegentlich widerliche Ordnung der Dinge wollen das Wissen nicht um Sinne Seele/Hirn Organe, Leib.

Der Leib selbst ist von Natur aus dem abstrakten Wissen ganz zuwider. Der Leib gehört nicht in die WarenWelt, dort findet sich nur eine schlimme wahnbehaftete Körperlichkeit. Der Leib meldet sich gelegentlich dort und wird dann zu Leid, kommt da her in fremder Armut und Hässlichkeit oder er ruht im hässlichen Verlangen der Dinge bei sich als Schmerz. Der Grund der Depression ist nur leiblicher Schmerz, der ist Wirklichkeit und will abgearbeitet sein.

Sportliche ArbeitsLeistung wird nur deshalb gelegentlich so gut bezahlt, weil sie die leibliche Arbeit falsch drüben im ScheinReich der Dinge/Waren zelebriert. Sport als gesellschaftliches Ereignis ist daher Lug Trug und Raub in einem. Er ist Konsumgegenstand. Er löst Depressionen aus.

Die wirkliche Arbeit, Bewegung des Leibs, die die Welt verändert und zugleich - mit sich auch - zusammenhält, die keine höhere, abstrakte, begriffliche Ordnung will und braucht, beugt der Depression vor. Sie öffnet die Augen für Wahrheit und Wirklichkeit.

Die Bewegung mit Bezug allein auf den Leib überwindet Begriff und Ordnung erneut in der traurigen MassenGesellschaft. Die bloße Bewegung, die den Leib vom inneren Schmerz, der UrNot befreit, ist aus Sicht der Schmarotzer Mächtigen Reichen, anarchisch und Terror zugleich. Voran! ich bewege mich, stähle den Körper und forme den mir fremden Geist um/in widerliche Gedanken und um/zu einer dem Begriff völlig unhaltbaren Seligkeit.

Askese und Meditation sind keine Lösung, sondern nur eine Beschreibung der leiblichen Not. Sie helfen nicht. Sie sind rein schriftlich, unwahr, verlogen und haben kein bisschen gutes Sein in der Wirklichkeit. Askese ist Erhöhung und Verewigung des leiblichen Leids und Meditation ist nur ein Wort für die Metaebene des Begriffs, für eine Ordnung der Dinge, die mit frecher Lüge Gewalt sich von der Sklaverei in der übrigen Gesellschaft gelöst zu haben meint. Meditation ist also Ausbeutung und Askese im Grunde nichts sonst als Vergewaltigung. Die Leibeigenen wissen das und auch die vom buddhistischen Lehrer zurecht - und zu Über-Zeugung hin - gebogenen Weiblein.

Hübsch gekrümmt ist ein KörperRaum, wenn er auf dem Rücken liegend die Decke der billigen Absteige über sich hinsieht. Schaut euch den Dreck an oben am Himmelsrand und er kennt eure Dummheit und Lächerlichkeit.

Breit goldgelb lächelnd kündet ein Führer aus Faulem Maul hier bei uns euch den Gestank der Ewigkeit, lebt in unserem Reich der Zeichen, hat keine Sklaven, mehr ein paar Minderjährige lieber Jüngerinnen bei sich vielleicht: er ist nichts mehr als Schein, der über den Waren vergangene Geldschein auf Konten verteilt: ein Mehr zum Ertrinken, verschwommenes Wissen, Ozean der Weisheit - und könnte doch eine Insel der Glückseligkeit sein: als einsamer einziger freier Leib - am besten in Tibet für sich allein- oder mit sich zu zweit.

Mir schlägt der Leib nur die begriffliche unmenschliche Ordnung nieder reißt die Grenzen auch ein verteilt alle falschen wertbehafteten Dinge Waren und heißt den Hunger willkommen.

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