Donnerstag, 23. April 2015

Bild und Schein III

Durch Religion und Glauben erzeugt man sich selbst eine Existenz unwirklich wie ein Bilderbuch.

Das Christentum ist deshalb so erfolgreich, weil es ein Buch ist in gestohlenen Bildern. Seine Hauptfigur ist ein Comic-Held biblischer Geschichtchen. Das AT ist voller Sinnbilder, das NT macht diese Bilder scheinbar wahr zur einmaligen historischen Lüge. Das Bild wird zum Lügenschein in allgemeinen oder unter allen gemein umlaufenden Bildern. Aus bildlich fest gefasstem Sinn wird die laufende Deutlichkeit in Bildern projiziert unter das WarenReale oder zum unfassbaren Unsinn. Das läuft ab wie ein Film.

Die Prophezeiung einzelner wird zum allgemeinen FernSehen. Glaube findet nicht in Betel mehr statt, sondern ist ein nicht weiter hinterfragliches sonderbares inneres Leuchten.

Das EinFamilienHaus ist das letzte GottesHaus: vorn rein in die koitale Langweile und hinten raus in die himmlisch-gemütliche braun-grüne GartenErdArbeit. In kleinen Scheinen wird das Leibsbild des Tempels so unglaublich deutlich. Der kleine Scheißhaufen oder Garten, in dem der HeimBauer heute wühlt, war einst an Salomons Tempel noch die unbekannte Rückseite mit einer schweren Trage. Persönliche Inkontinenz ist aus der gesamtgesellschaftlichen Sublimation geworden. Psychoanalyse ist jüdische MissionsArbeit und der Versuch einen Haufen geistig Inkontinenter Christen zu einem gemeinschaftlichen Glauben zu bekehren. Beim Analytiker spricht der Geist, während beim Analysierten der Leib mitspricht und er - sich mit Fleiß bescheißt. Darum ist der dämliche Christ auch nie und nimmer der jüdische EndZeitLeib und die Witzfigur Jesus ist nicht der Messias.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen