Zu Begierde und Wollust gehört ein
verdrehter menschlicher Geist. Alles in der Natur um den Menschen hat
plötzlich Lebenskraft und es ist an ihm und in ihr sein Bewusstsein.
Das ist die Verwandlung des fruchtbaren weiblichen Leibs und Seins in
Stock und Stein. Für den Mann stecken in diesen ersten Zeichen der
Zwang und die Gewalt, die allein aus ihm auch einen Menschen machen.
Mann muss den Stein bewegen, brechen. Das ist ein neues
Fruchtbarsein. Der Stein, er weicht. Der Buckel am Mann, er bricht.
Am Prügel hat er sich aufgericht.
Es kommt die Frucht eines toten
dinglichen Leibs. Der Leib wird weit reine Körperlichkeit und
gebiert einen Kern als scheinbar fruchtbaren Grund. Daher der Vorfahr
als fruchbarer Grund und wieder kommender Sinn. Vor der Herrschaft
der Zeichen gab es weder Grund noch Sinn. Der Körper wird mit den Zeichen grenzenlos, Grund und Sinn sind nur ein Rest von Leben und Leib
dabei.
Der Mann setzt zwar Zeichen aus
gebrochenem Stein und Krücke, Halt und Griff. Aber er ist nur ihr
Subjekt und wird es immer bleiben. Gebrannter Stein, vom Feuer des
Geistes gezeugtes Sein, Brot, gebrochen, der Erde entwunden,
gemahlene Frucht, zerrissene Fruchtbarkeit des Leibs, Handel geteilt
und getauschte Arbeit, machen sich das männliche Subjekt zum Herrn.
Ist das denn ein wirklicher Herr, der immer nur gewalttätig sein
kann gegenüber den eigenen und allen fremden Leibern? Nein! Der Mann
ist immer nur Subjekt der Zeichen. Die Welt ist verwandelt in Zeichen
Grund der Herrschaft des Mannes.
Der Frau ist das gleich. Sie ist erst
Herrin, dann Opfer, doch immer reiner Leib. Alle Zeichen sind ihr
Leib. Wie also soll sie den fremden Gang der Dinge begreifen? Selbst
der fremde Gang ist ihr noch etwas von ihrem Leib: eine ungeheuer
ferne fremde Welt oder aber ein Ungeheuer in der nahen vertrauten.
In der Welt der Zeichen Waren Werte Gegensätze, in versteckter Arbeit Schmarotzertum Ausbeutung entstehen viele neue Gedanken sublime Gefühle Vorstellungen, die
bildhaft an allen Dingen kleben. Die einstmals belebten Dingen zerfallen nun in
Wert und Begriff. Der Begriff ist ein Eigentum des Dings, sein
Anspruch auf wahres Sein, sein NennWert. Jedes Ding will von sich aus
benannt und bewertet werden. Die Sinne des Menschen verkennen sich im
Sinn der Dinge, sind reine Ausführungsorgane der dinglichen Welt.
Die WarenWelt steuert und der menschliche Leib hängt hilflos an den
eigenen Nervenfäden zum fremden Gebrauch, ist in Nervenfesseln hilflos hingehängt dem Missbrauch.
Begierde und Wollust bewegen den Leib. Liebe Lust Fortpflanzung aber bewegt und mehrt allein tote Dinge.
Unbegrenzt weite Fortpflanzung und
Massenmord sind ganz und gar eins, beides sublime Prozesse in der
Welt der Zeichen. Die Liebe als blöde Vorstellung erkennt sich
irgendwann im Nachhinein wieder im Massenmord und bittet natürlich um
Verzeihung. Aber es gibt weder Liebe und Reue noch gibt es jemals
Verzeihung. Liebe + Hass, der vernichtet, Reue + Verzeihung, sind dem
Leib ein großes Einerlei fremder Begriffe. Das ist ein Stück im Theater,
das ewig sich wiederholt. Der Leib ist beleidigt dadurch. Wer immer
sich fremde Arbeit aneignet und Blut fremdes Leben also reduziert
und vernichtet, verliert notwendig das eigene: seine
Hinrichtung gehört zwingend zur uranfänglichen
menschlichen WiderNatur.
Der Leib dreht sich noch einmal das Hirn zurecht. Er ist es, der die Nervenfäden zieht und die Dinge lenkt. Er ist ein ehrlicher Henker dem Geist.
Der Leib dreht sich noch einmal das Hirn zurecht. Er ist es, der die Nervenfäden zieht und die Dinge lenkt. Er ist ein ehrlicher Henker dem Geist.
Durch das Mitleid wird der Mensch vom
Theaterstück für den falschen Bühenaffekt eingefangen. Auf der
Bühne entschuldigt sich das zuschauende Bürgertum selbst. Es
bemitleidet sich: es hat seine Scheinaffekte und erspart sich den
Leib. Der Leib ist ein schlimmer Rest, wund im Geheimen und finster
und furchtbar schlimm grausam im Verborgenen.
Gott und Geist sind unehrliche Hinrichter und schrecklicher Missbrauch dem Leib.
Gott und Geist sind unehrliche Hinrichter und schrecklicher Missbrauch dem Leib.
Hiermit verurteile ich den verlorenen
Sohn nicht zu Liebe und Reue Verzeihung, sondern zum Tode. Soll er
sich selbst im Urteil richten und endlich aus seinem Leib austreten aus dem Leben und sich scheiden, lassen von Familie und fahren vom Weib in die Säue.
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