Mittwoch, 15. April 2015

Macht und Gewalt II

Macht und Gewalt

es gibt die Macht des Vollkommenen und die Gewalt der Hunde. Hier haben Macht und Gewalt nichts mehr miteinander gemein. Zwischen beiden besteht die absolute leibliche Differenz, der Gegensatz von männlich und weiblich.

Das Vollkommene ist weiblich und der Hund von ihm gerissen.

Fortschritt im Gang der geschichtlichen Argumentation

Sklavenmoral: Patriarchat: das unvollständige männliche Geschlecht kommt an die Macht. Das ist die verdrehte Macht im Geist. Erfindung Gottes.

Ganz so einfach ist es nicht: denn Leib und Zeichen fallen auseinander. Dem Bewusstsein verbergen sich im Reich der Zeichen die leiblichen Abläufe und historischen Zusammenhänge. Irgendwie ahnt mann aber, dass das sog. ‚Unbewusste‘ der in der Welt der Waren und Zeichen von diesen verschleierte Leib ist. Darum ist das Unbewusste am ehesten das offensichtlich Weibliche. Die weibliche Leiblichkeit ist der gebrannte Stein im männlichen Bau.

Jeder Bau, jede systematische Theorie, ergibt eine verkehrte Welt, die man erst zurückdeuten muss ins Leibliche. Man muss die Steine ins Rollen bringen, den Tempelbau also in einen weiblichen Leib umwandeln: das kann man einfach mit dem Bibeltext tun. Der Tempel Salomons ist offensichtlich ein weiblicher Körper, der Palast männlich. Was folgt daraus? Mit männlicher Gewalt kann man den Überbau nicht abreißen.

Wenn Macht und Gewalt zusammengeschweißt werden unter der Herrschaft der Zeichen in der WarenWelt, ergibt das den toten Körper, die Körperlichkeit des Größenwahns und eine Welt, die ihre Bestimmung hat im absoluten Zusammenbruch.

Erfindung der Erbsünde: der menschliche oder männliche Wille ist ein Äußerer, der sich immer vertraglich verspricht, er ist ein Versprecher zwischen Dingen, und das Bewusstsein ist der Grund des vom Äußeren Willen erzeugten Weltbildes.

Nietzsche befindet sich nicht im Widerspruch zu sich aus Prinzip. Sofern mann einen Widerspruch bei ihm wahrzunehmen meint, ist das nur der Gegensatz von Männlichem Körper Bewusstsein Willen einerseits und andererseits dem weiblichem Leib.

Das ist der scheinbare ewige Widerspruch des Weiblichen. Mann möchte es haben, weil mann es nicht sein kann. Oder bei Nietzsche: mann kann es nicht haben und will nicht mehr dieser verkehrte Mann sein. Die daraus folgende Lösung, Frau als verkehrter Mann mit einem Willen als Gegensatz zu sich als Leib, funktioniert nicht. Aber das ist kein äußerer Widerspruch, sondern einer des Leibs in der Krankheit. Nur die dämlichen Deuter Nietzsches sehen in seinem Schreiben einen Widerspruch zwischen Sinn und Unsinn. Sinn und Unsinn sind aber nur blöde WarenZeichen der Nützlichkeit.

Der Mann will Hunger zwingen mit Gewalt, dabei ist er nichts als ein Erlöser. Der kommt am weiblichen Leib. Der große Hunger als leiblicher Vertreter der großen Not stellt das ursprüngliche Verhältnis von Macht und Gewalt wieder her.

Ist das deutlich genug? Sinn muss man auseinandersetzen, verteilen auf männlich und weiblich. Ich würde das nicht Analyse nennen. Leider widersetzt sich die Sprache etwas den Bildern, die in meinem Kopf gegen die widerwärtig Welt erscheinen.

Gegenwiderwärtigkeit

Der gebrannte Stein ist der weibliche Leib, der nicht mehr schwanger wird. Aus ihm wird rückwärts in der Zeit dann ein Bild erzeugt. Das gibt den Menschen, den ein weiblicher Gott macht. Erst wenn der Stein selbst zum Zeuger wird und die Zeichen selbständig, verwandelt sich der weibliche Leib zu einem scheinlebendigen Gott als Mann. Zeugung wird Wille und schwangerer Leib Bewusstsein: Welt der Waren und Scheinchen, Sündenfall, so ungefähr mit flüchtigem Pinselstrich usw. usw. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen