Macht und Gewalt
es gibt die Macht des Vollkommenen und
die Gewalt der Hunde. Hier haben Macht und Gewalt nichts mehr
miteinander gemein. Zwischen beiden besteht die absolute leibliche
Differenz, der Gegensatz von männlich und weiblich.
Das Vollkommene ist weiblich und der
Hund von ihm gerissen.
Fortschritt im Gang der geschichtlichen Argumentation
Sklavenmoral: Patriarchat: das
unvollständige männliche Geschlecht kommt an die Macht. Das ist die
verdrehte Macht im Geist. Erfindung Gottes.
Ganz so einfach ist es nicht: denn Leib
und Zeichen fallen auseinander. Dem Bewusstsein verbergen sich im
Reich der Zeichen die leiblichen Abläufe und historischen
Zusammenhänge. Irgendwie ahnt mann aber, dass das sog. ‚Unbewusste‘
der in der Welt der Waren und Zeichen von diesen verschleierte Leib
ist. Darum ist das Unbewusste am ehesten das offensichtlich
Weibliche. Die weibliche Leiblichkeit ist der gebrannte Stein im
männlichen Bau.
Jeder Bau, jede systematische Theorie,
ergibt eine verkehrte Welt, die man erst zurückdeuten muss ins
Leibliche. Man muss die Steine ins Rollen bringen, den Tempelbau also
in einen weiblichen Leib umwandeln: das kann man einfach mit dem
Bibeltext tun. Der Tempel Salomons ist offensichtlich ein weiblicher
Körper, der Palast männlich. Was folgt daraus? Mit männlicher Gewalt kann man den Überbau nicht abreißen.
Wenn Macht und Gewalt
zusammengeschweißt werden unter der Herrschaft der Zeichen in der
WarenWelt, ergibt das den toten Körper, die Körperlichkeit des
Größenwahns und eine Welt, die ihre Bestimmung hat im absoluten
Zusammenbruch.
Erfindung der Erbsünde: der
menschliche oder männliche Wille ist ein Äußerer, der sich immer
vertraglich verspricht, er ist ein Versprecher zwischen Dingen, und
das Bewusstsein ist der Grund des vom Äußeren Willen erzeugten
Weltbildes.
Nietzsche befindet sich nicht im
Widerspruch zu sich aus Prinzip. Sofern mann einen Widerspruch bei
ihm wahrzunehmen meint, ist das nur der Gegensatz von Männlichem
Körper Bewusstsein Willen einerseits und andererseits dem weiblichem
Leib.
Das ist der scheinbare ewige
Widerspruch des Weiblichen. Mann möchte es haben, weil mann es nicht
sein kann. Oder bei Nietzsche: mann kann es nicht haben und will
nicht mehr dieser verkehrte Mann sein. Die daraus folgende Lösung, Frau als verkehrter Mann mit einem Willen als Gegensatz zu sich als
Leib, funktioniert nicht. Aber das ist kein äußerer Widerspruch,
sondern einer des Leibs in der Krankheit. Nur die dämlichen Deuter
Nietzsches sehen in seinem Schreiben einen Widerspruch zwischen Sinn
und Unsinn. Sinn und Unsinn sind aber nur blöde WarenZeichen der
Nützlichkeit.
Der Mann will Hunger zwingen mit
Gewalt, dabei ist er nichts als ein Erlöser. Der kommt am weiblichen
Leib. Der große Hunger als leiblicher Vertreter der großen Not
stellt das ursprüngliche Verhältnis von Macht und Gewalt wieder
her.
Ist das deutlich genug? Sinn muss man
auseinandersetzen, verteilen auf männlich und weiblich. Ich würde
das nicht Analyse nennen. Leider widersetzt sich die Sprache etwas den Bildern, die in meinem Kopf gegen die widerwärtig Welt erscheinen.
Gegenwiderwärtigkeit
Der gebrannte Stein ist der weibliche
Leib, der nicht mehr schwanger wird. Aus ihm wird rückwärts in der
Zeit dann ein Bild erzeugt. Das gibt den Menschen, den ein weiblicher
Gott macht. Erst wenn der Stein selbst zum Zeuger wird und die
Zeichen selbständig, verwandelt sich der weibliche Leib zu
einem scheinlebendigen Gott als Mann. Zeugung wird Wille und
schwangerer Leib Bewusstsein: Welt der Waren und Scheinchen, Sündenfall, so ungefähr mit flüchtigem Pinselstrich usw. usw.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen