Samstag, 18. April 2015

Übertragung

Die Hand ist sowohl ein Werkzeug des Geistes als auch in fremder Wahrnehmung ein Teil des Leibs. Wenn man also einem andern Menschen die Hand auflegt, tut man ihm nichts gutes, denn die Hand belebt zwar den Leib, aber sie bleibt ihm doch auch fremd, unterwirft ihn und verbindet den fremden Geist mit seinem. Ein toter Geist ist der Handaufleger, er stiehlt fremde Leiber, wird in ihnen neuer Geist. Die fremde Hand täuscht die Sinne. Sie wird eigene, die man dem leblosen anderen reicht. Tote Geister vermehren sich Hand in Hand, überfremden den Leib. Was man als Energieübertragung empfindet und als Erleichterung, ist nur ein OrganVerlust. Der Körper scheint weniger schwer so leer und nahe beim Geist. Die EnergieÜbertragung ist also nichts als eine Vergewaltigung.

Fliegen kann man nur einzig für sich und allein. EnergieÜbertragung führt hingegen den Geist zur Ipsation und höchsten Nichtigkeit durch Vernichtung des Leiblichen. Damit kommt er zu Sinn, ÜberSinn ins Jenseits und Nirwana.

Der Leib aber fliegt durch Perfektion der Bewegung spürt er den Widerstand des Geistes nicht mehr hat er sich der Gewalt entledigt. Der Weg ist unglaublich mühselig bodenverhaftet erdgebunden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen