Donnerstag, 23. April 2015

Die multiple Persönlichkeit

Das XXL, der weibliche Leib, ist von Natur aus fett- und sexsüchtig. Nur der mühsam umdressierte Magerhund der Kleinen Frau oder Freundin ist auf die Befriedigung ausschließlich an der Ware fixiert.

Die Ehe hat zum Zweck die Befreiung der Frau zur Sexsucht aus einer Heimlichkeit heraus. Der Ware Magerhund wird aus dem Gefängnis des Leibs über das ScheinGefängnis der Ehe die Freiheit wieder zuteil. Das Eheweib wird Herrin über die Ware ‚Mann‘, wie er ihr als Verführer erscheint. Der Verführer ist daher noch weniger als eine Hure, er ist nur Gegenstand, den frau sich einführt (Bukowski).

Die Natur der Frau verkommt durch Unterdrückung erst zur bloßen Fähigkeit, die der Mann sich staunend einbildet, und wird mit dem wirklichen Verbot verinnerlicht zur multiplen Persönlichkeit.

Verinnerlichung: ein Leib wird sich mit Gewalt entfremdet.

Man braucht weder die Begriffe Bewusstsein noch Unbewusstes, um aus einem mit Gewalt sich fremd gewordenen Leib eine multiple Persönlichkeit zu erzeugen.

Alles Geistige ist in diesem Sinne sich restlos mit Gewalt entfremdeter Leib. Die uranfängliche Not allein aber erzeugt nur etwas einfacheres Geistiges, das man Beseelung der Natur nennt und das als Lebenskraft dem Wilden in allen Dingen steckt.

Die multiple Persönlichkeit ist ein durch männliche Gewalt oder den Geist gestückelter weiblicher Leib. Die Ehe bringt der Frau eine stückweise Befreiung. Die Phantasie vom zerstückelten Leib gehört hier her. Sie ist eine ausschließlich männliche Erfindung oder Einbilung. In der weiblichen Wirklichkeit gibt es den multiplen Orgasmus nicht. Der gehört nur zur öffentlichen Meinung, in der die männliche Gewalt fixiert erscheint. Vielfältig, vielfaltig ist 'zerrissen', aber nicht uranfängliche Notwendigkeit. Das Gefalt ist nur der dämlichen Wissenschaft autoerotische Scheinfreiheit. Der Orgasmus am weiblichen Leib ist im Zustand seiner menschlichen Natur ein ewig sich gleiches Dauerglück und hat nichts zu tun mit dem multiplen Gestammel der Herrn im uniformen Fummel der Autorität auf und ab rein und raus. Mit La Mettrie ist der weibliche Leib mit der Blüte der Pflanze vollkommen eins aufgefaltet und ein orgiastischer Dauerzustand der Einheit von Seele und Leib. Männlich ist die multiple Auferstehung des Krüppels in neuen Geist am eigenen Kreuz. Der alte Geist aber war weiblich und die Erektion eine der Dauerlust. Der Mann ist ihm/ihr allenfals übers Kreuz gerutscht.

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