Halb ist das Leben Wollust und Traum.
Halb ist es uns fremd mit Schmerz und
Bewusstsein.
Das LustPrinzip herrscht nicht im
Traum, da wäre er ja Arbeit Schmerz und Bewusstsein. Die Lust gehört
wie die Lüge zum Licht und zum Tag.
Die Wollust aber ist die leibliche
Wahrheit, des nachts da und für sich allein.
Lust ist das Prinzip der Verfeinerung
des Schmerzes zum Hass. Wille ist der Trug, durch den uns die Wollust
in der Lust verfeinert zu sein scheint. Die Sublimation ist so
verlogen und falsch wie das Ich. Die Wollust will niemals verfeinert
sein. Der Wille ist nur ein GegenWille der Waren, der in der Not
verlorenenen Welt aller notwendigen Dingen. Und also ist die
Schönheit der Wille in höchster Wirksamkeit, ein Gift, das uns
lähmt. In diesem Gift tritt uns gegenüber des Lebens Not und Zweck
göttlich und rein. Schön ist der Zweck in uns und in allen dem Leib fremden
Zeichen. Gott endlich ist nichts als der Betrug, der noch über den
Zeichen steht, zu stehen scheint. Zeichen sind eine Verdichtung aus Schmerz und Trug:
das allein ist Gottes Reich.
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